Das unsichtbare Depot des Angestellten.
Wer 300.000 € im Depot hat, gilt schnell als wohlhabend. Angestellte bauen über ihre Rentenbeiträge oft eine ähnliche Summe auf. Die Rentenkasse führt dieses Sparbuch für dich, ausgehändigt wird es nie. Hier kannst du es aufschlagen.
| Jahr | Beitrag | Punkte | Gutschrift | Stand |
|---|---|---|---|---|
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Saldo: Wert deiner Ansprüche
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So viel müsste ein Depot enthalten, um dir dieselbe Rente 20 Jahre lang zu zahlen. Die gesetzliche Rente zahlt darüber hinaus, solange du lebst.
Mit Absicherung bis 95: – So viel bräuchte ein Depot, das auch bei einem langen Leben nicht leer wird: 28 Jahre Rente ab 67.
lebenslang
nicht vererbbar
- Monatsrente heute
- –
- Entgeltpunkte
- –
- Eingezahlt
- –
- Dieselben Beiträge im ETF
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Warum der Saldo die faire Zahl ist
Beiträge und Depotwert einfach nebeneinanderzustellen wäre unfair. Die gesetzliche Rente zahlt lebenslang, wird jedes Jahr angepasst und schützt bei Erwerbsminderung und im Todesfall die Hinterbliebenen. Deshalb rechnet dieses Sparbuch deine Ansprüche in Kapital um: Welches Depot bräuchte man, um dieselbe Monatsrente auszuzahlen? Der Saldo rechnet nur die Altersrente über eine durchschnittliche Bezugsdauer. Was ein langes Leben wert ist, zeigt die Zeile darunter: das Depot, das bis ins hohe Alter reichen müsste. Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenschutz kommen hinzu und sind in keiner der beiden Zahlen enthalten.
Diese Zahl fehlt in der Debatte. Sie ist ein rechnerischer Wert, kein Geld auf einem Konto, denn die Rentenkasse zahlt aus laufenden Beiträgen. Aber sie zeigt: Angestellte sind kein Gegenmodell zu Depotbesitzern. Beide sorgen vor, nur in unterschiedlicher Form.
Vergleichbarer Wert, andere Eigenschaften
| Eigenschaft | Depot | Rentenanspruch |
|---|---|---|
| Auf dem Kontoauszug sichtbar | ja | nein |
| Teilbar und beleihbar | ja | nein |
| Vererbbar | ja | nur als Hinterbliebenenrente |
| Zahlt lebenslang | bis es aufgebraucht ist | ja |
| Schutz bei Erwerbsminderung | nein | ja |
| Hauptrisiko | Kapitalmarkt | Demografie und Politik |
Beides ist Altersvorsorge. Nur eines davon wird als Reichtum wahrgenommen.
Konditionen: so rechnet dieses Sparbuch
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Beiträge
Vom Bruttogehalt bis zur Beitragsbemessungsgrenze gehen 18,6 % in die Rentenkasse, je zur Hälfte von dir und deinem Arbeitgeber. Der Arbeitgeberanteil gehört zu den Kosten deines Arbeitsplatzes und wird hier deshalb dir zugerechnet. Rentenversicherungspflichtige Selbstständige tragen ihren Beitrag allein.
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Entgeltpunkte
Dein beitragspflichtiges Gehalt geteilt durch das Durchschnittsentgelt ergibt die Entgeltpunkte eines Jahres. Wer genau den Durchschnitt verdient, bekommt einen Punkt.
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Monatsrente
Alle Entgeltpunkte mal dem Rentenwert ergeben die monatliche Bruttorente. Zugangsfaktor und Rentenartfaktor liegen bei 1,0, gerechnet wird also die Regelaltersrente.
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Saldo
Die Monatsrente wird über die Bezugsdauer abgezinst, mit jährlicher Rentenanpassung. Das Ergebnis ist das Depot, das dieselbe Rente auszahlen müsste. Voreingestellt sind 20 Jahre, ungefähr die durchschnittliche Rentenbezugsdauer. Die zweite Zahl rechnet dieselbe Rente vom Renteneintritt bis zum gewählten Absicherungsalter.
Was nicht eingerechnet ist
Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung auf die Rente, ETF-Kosten und Abgeltungsteuer auf Kursgewinne bleiben außen vor. Beide Seiten sind brutto gerechnet.
Was dieses Sparbuch nicht ist
Keine Beratung und keine Prognose. Ein Modell, das eine Größenordnung sichtbar macht, die sonst unsichtbar bleibt. Alle Annahmen kannst du oben unter „Konditionen anpassen“ ändern.
Häufige Rückfragen
Darf ich mir den Arbeitgeberanteil wirklich zurechnen?
Ökonomisch lässt sich das gut begründen. Der Arbeitgeberanteil ist Teil der Arbeitskosten, die dein Arbeitsplatz verursacht, und fließt ausschließlich in deine Rentenversicherung. Ob er ohne Beitragspflicht vollständig als Lohn ausgezahlt würde, ist allerdings nicht sicher. Wer vorsichtiger rechnen will, wählt oben 9,3 %.
Ist die Rentenkasse nicht ein Umlagesystem ohne Konto?
Richtig, deine Beiträge finanzieren die heutigen Renten. Trotzdem erwirbst du daraus einen rechtlich geschützten Anspruch mit einem bezifferbaren Wert. Genau diesen Wert zeigt der Saldo.
Warum ist der ETF-Wert oft höher als der Saldo?
Weil Kapitalmarktrenditen über Jahrzehnte stärker wirken als die Lohnentwicklung, an die die Rente gekoppelt ist. Dafür trägt das Depot das Marktrisiko, und die gesetzliche Rente läuft bis zum Lebensende weiter.
Was am Ende bleibt
Ein ETF-Depot für die Rente ist kein Luxus. Es ist die sichtbare Form dessen, was Angestellte automatisch und unsichtbar aufbauen. Wer als Selbstständiger seine Rentenlücke schließt, holt keinen Vorsprung heraus, sondern baut denselben Anspruch nach, nur in einer Form, die man sehen und selbst verantworten muss.
Auch Rentenansprüche haben einen erheblichen Wert, er taucht nur auf keinem Kontoauszug und in keiner Vermögensstatistik auf. Wer nur eines von beiden sieht, vergleicht ungleich. Dieses Sparbuch bringt beide Seiten in dieselbe Währung.
Und dein sichtbares Depot?
Wer zusätzlich spart, baut den sichtbaren Teil auf. So entwickelt sich ein ETF-Sparplan in diesem Modell, mit monatlicher Verzinsung, ohne Steuern, Kosten oder Garantie.
- Einzahlungen
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- Ertrag
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- Endkapital
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Wo richte ich einen ETF-Sparplan ein?
Einen ETF-Sparplan eröffnest du bei einer Bank oder einem Online-Broker. Die Unterschiede liegen im Detail. Prüfe vor der Eröffnung diese Punkte:
- Kosten pro Sparplan-Ausführung und laufende Depotgebühren
- Auswahl an ETF-Sparplänen, insbesondere breit gestreute Welt-ETFs
- Mindestsparrate und wie flexibel du sie ändern oder aussetzen kannst
- Einlagensicherung für Guthaben auf dem Verrechnungskonto
- Steuern: Freistellungsauftrag und ob Steuern automatisch abgeführt werden
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